Unterschied zwischen Hanf, Cannabis, Haschisch und Marihuana

Obwohl der Hanf uns über Jahrtausende ein guter Begleiter für alle Lebenslagen war, ist er in den letzten Jahrzehnten etwas in Verruf geraten. Die Furcht vor Drogen und illegalem Rausch macht die Runde und „bewahrt“ uns vor dem Konsum sehr nützlicher und gesunder Erzeugnisse.

Relativ gering ist die Angst vor ungewollten Rauschzuständen, wenn die Wohnräume mit Hanfwolle isoliert wurden. Auch das Tragen von Kleidung aus Hanffasern gewinnt immer mehr Anhänger. Doch die leckeren und nahrhaften Samen und das reichhaltige Öl, das aus ihnen gewonnen wird, führt noch ein unscheinbares Schattendasein. Die Unsicherheit ist doch recht hoch, ob man sich mit dem Genuss vielleicht strafbar machen kann oder in ungewollte Rauschzustände geraten könnte.

Deswegen sollen hier die Begriffe einmal genau definiert werden:

Hanf

… ist der deutsche Name für Pflanzen der Gattung Cannabis. Sie gilt nicht von ungefähr als göttliche Pflanze, denn sie spendet langlebige Fasern, die wir für Kleidung und zur Dämmung nutzen. Obgleich die Nutzung von Hanf in den letzten Jahrzehnten erfolgreich geächtet wurde, konnte die Hanffaser bei der Abdichtung von Wasserrohrverbindungen durch nichts ersetzt werden.

Die Blätter der Hanfpflanze sind seit Urzeiten ein Gewürzkraut, das die Verdauung positiv unterstützt und den Appetit fördert. Die Atmung wird erleichtert, dadurch hebt sich das Lebensgefühl unmerklich ins Unbeschwertere.

Die Saat der Hanfpflanze ist in der Nutzung der von Sesam und Leinsaat oder Nüssen gleichzusetzen. Der Geschmack ist angenehm nussig und kann Brot oder Kuchen ebenso bereichern, wie Suppen, Soßen oder einen frischen Salat.

Das Öl, das aus dieser Saat gewonnen wird, hat einen durch andere Öle unerreicht hohen Anteil an Antioxidantien, Vitaminen und Vitalstoffen. Die Fettsäuren sind in einem perfekten Verhältnis von 3 : 1. (Hier sind Omega 6 und Omega 3 gemeint.)

Cannabis

… ist der lateinische Gattungsname der Hanfpflanze. Wir unterscheiden im Großen und Ganzen zwei Arten:

Cannabis sativa ist der großwüchsige Faserhanf, dessen Anbau in Deutschland legal ist. Seine langen, dicken Stängel werden für die Herstellung von Kleidung und Dämmstoffen benötigt. Die Qualität ist hervorragend, dabei ist der Anbau absolut kostengünstig, da die Pflanze sehr anspruchslos ist.

cannabis-blatt

Cannabis indica ist eine kleinwüchsige Sorte, die reich am berüchtigten Wirkstoff THC ist. Wie der Name schon besagt, ist diese Art in Indien heimisch. Der Fasernutzen ist hier in den Hintergrund geraten, diese Sorten werden hauptsächlich zur THC-Gewinnung anbebaut. Da sie einen hohen Bedarf an Licht und Wärme haben, können diese Sorten bei uns nur mit hohem technischen Aufwand angebaut werden. Außerdem ist der Anbau wegen des Rausch erzeugenden Wirkstoffs hierzulande illegal.

Haschisch

… ist das Harz, das die weiblichen Blüten der indischen Hanfpflanzen absondern. Es wird durch Abstreifen gewonnen und anschließend, meist mit irgendwelchen Zusatzstoffen versetzt, in Platten gepresst und auf dem Schwarzmarkt gehandelt.

Das ist die allseits von anständigen Bürgern so gefürchtete Droge, die von Kiffern zum Chillen genutzt wird. Hauptsächlich werden Brösel davon in Tabak gemischt und geraucht. Aber auch in Gebäck oder Kakao erhitzt gegart verschafft Hasch dem Nutzer das leichte Gefühl von High-sein. In der Überdosis ist man dann „stoned“, man kann sich nicht mehr rühren und wird von teils schweren „Träumen“ heimgesucht.

Marihuana

… ist die weibliche Blüte der Cannabispflanze. Sie wird wie Haschisch genutzt, ist aber sanfter in der Wirkung.

Samen und Öle

… von Hanf für die Küche werden ausschließlich aus THC-armen oder –freien Sorten gewonnen. So ist ein sorgenfreier Nutzen von beispielsweise kaltgepresstem BIO Hanföl garantiert.