Siegeszug und Verbot der Wunderpflanze Hanf

Wenn du dich einmal mit der Geschichte des Hanf auseinandersetzt, wirst du schnell feststellen, dass diese Pflanze früher vielfältig genutzt wurde. Und das auch schon vor tausenden Jahren! So beschrieben beispielsweise die alten Chinesen, die Inder, Ägypter oder die alten Griechen den Hanf als Naturheilmittel, der hilfreich bei vielen Beschwerden und Erkrankungen war. Dazu gehörten unter anderem Rheuma, Malaria oder Ohrenschmerzen.

Aus den Fasern der Hanfpflanzen wurden Stoffe zur Herstellung von Bekleidung und anderen Textilien und später auch Papier hergestellt.

Weil Hanf in vielerlei Hinsicht so nützlich war, fanden die Samen sehr schnell ihren Weg nach Europa und auch nach Amerika. Die Pflanzen ließen sich auch in diesen Gegenden gut anbauen und waren lange Zeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Viele große und heute weltbekannte Maler benutzten Leinwand aus Hanf, um darauf ihre Kunstwerke für die Nachwelt zu verewigen. Schulbücher wurden daraus gemacht. In Amerika war lange im Gespräch, dass bald keine Bäume mehr abgeholzt werden müssten, um Papier herzustellen, weil Hanf zur Papierherstellung viel besser geeignet sei.

Aus Hanfsamenöl wurden Farben und Lacke hergestellt und traten schnell ihren Siegeszug an.

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Es gab sogar ein Auto von Henry Ford, und zwar das Modell-T, das mit Hanfbenzin fahren sollte und sogar überwiegend als Paneelen bestand, die aus Hanf gefertigt waren. Die Schlagfestigkeit dieses Materials war 10 x stärker als die von Stahlblech. Henry Ford nannte dieses Auto sein „Auto gewachsen aus der Erde“.

Gerade in den USA gab es sogar Bestrebungen, die Bauern gesetzlich dazu zu verpflichten, Hanf auf ihren Feldern anzupflanzen. Vom US-Landwirtschaftsministerium stammt die Aussage, dass Hanf viermal mehr Zellstoff als Holz bereitstellt, aber siebenmal weniger Abfall dabei entsteht. Wäre Hanf damals nicht verboten worden, hätte es in Amerika viele neue Arbeitsplätze geben können, aber er wurde verboten.

Das Hanfverbot und die wahren Hintergründe in der Geschichte

Was waren also die Gründe für das Hanfverbot?

Da gab es einmal den Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst mit riesigen Waldbeständen, der ohne Rücksicht auf die Umwelt über sein Unternehmen Hearst Company Papierprodukte herstellte. Mit Hanf als Konkurrenzprodukt hätte das für dieses Unternehmen Millionen an Umsatzverlusten bedeuten können.

Ein anderes Unternehmen in den USA, das ein Interesse am Hanf-Verbot hatte, war die Firma Dupont, die ein Patent entwickelt hatte, um aus Kohle und Erdöl Kunststoffe aller Art herzustellen. Investoren von Dupont waren einige der reichsten und einflussreichsten Männer in Amerika, zum Beispiel Andrew Mallon, der damals Finanzminister war.

Die Hearst-Presse war wunderbar dazu geeignet, Hanf nun als Droge bei der Bevölkerung zu verunglimpfen. Der Begriff Marihuana wurde erfunden und in der Öffentlichkeit über Filme und andere Medien suggeriert, dass diese Droge schlimme Folgen hätte. Diese Droge sei schlimmer als Heroin oder Kokain, würde wahnsinnig machen. Ein Film zeigte, wie jemand angeblich wahnsinnig von Marihuana geworden, seine ganze Familie mit der Axt ermordete. Diese Einflüsse blieben nicht ohne Folgen.

Im September 1937 wurde Hanf in den USA verboten. Die negative Presse war so erfolgreich gewesen, dass niemand etwas dagegen unternahm, auch nicht die Ärzte, die Hanf vorher mit viel Erfolg als Heilmittel verschrieben hatten. Auch die Menschen, die mit anderen Hanfprodukten wie Stoffen, Papier, Farben und mehr hätten ein Vermögen verdienen können, unternahmen nichts gegen das Hanfverbot.

Der Grund war, dass über die Hearst-Presse mit Erfolg immer weiter behauptet wurde, Hanf würde die Menschen zu grausamen Gewalttaten animieren. Selbst Argumente von Ärzten, Hanf würde eher besänftigen, blieben deshalb unberücksichtigt.

Die Bestrebungen der USA gingen schließlich weit über die Grenzen des eigenen Staates hinaus. 1947 wurde aufgrund dieser Bestrebungen der Anbau von Hanfpflanzen weltweit verboten. 1961 schließlich wurde die Hanfpflanze mit den Opiaten gleichgestellt und weltweit in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen.

Und wie sieht es heute aus?

Du solltest wissen, dass der Hanfanbau auch noch heute großen Konzernen ein Dorn im Auge ist, denn um Hanf anzubauen, werden keine Pestizide benötigt, weil diese Pflanzen so pflegeleicht sind. Großen Agrarkonzernen wie Monsanto und Syngenta steht der Hanfanbau deshalb noch heute bei den eigenen Interessen im Weg, und diese kapitalstarken riesigen Agrarkonzerne haben weltweiten Einfluss.

Dabei könnten viele Probleme, die auf der ganzen Welt bestehen, durch den Hanfanbau gelöst werden. Hanf könnte vieles ersetzen, was heute aus Erdöl gemacht wird, aber die Erdölmafia wehrt sich natürlich dagegen. Viele Energieprobleme müssten gar nicht sein, würde wieder mehr Hanf angebaut werden können. Auch viele Umweltprobleme müssten nicht sein, denn Hanf kommt ohne den Einsatz von Pestiziden aus, die die Umwelt vergiften.

Hanf wächst auch schneller als Holz. Plastikprodukte aus Hanföl wären biologisch abbaubar und damit viel besser für die Umwelt.

Hanf wäre eine Quelle, um Kleidung, aber auch gesunde Lebensmittel zu produzieren, und das in ausreichender Menge, denn diese Pflanze wächst sehr gut. Viele schädliche Medikamente könnten durch welche aus Hanf, die längst nicht so schädlich wären, ersetzt werden. Die Menschen, die diese Medikamente brauchen, würden so weniger leiden und es könnte ihnen geholfen werden.

Erste Lichtblicke beim Hanfanbau

Inzwischen hat sich in den Köpfen etwas getan, was den Hanfanbau anbelangt. In Deutschland darf Faserhanf mit stark reduziertem THC-Gehalt unter sehr strengen Auflagen wieder gezüchtet werden. Die Landwirte brauchen allerdings eine Sondergenehmigung.

Auch zu Heilzwecken dürfen Hanfprodukte seit Mai 2011 wieder verschrieben werden. Ob Schmerzpatienten mit nachweislich chronischen Schmerzen Hanf zur Selbstnutzung wieder anbauen dürfen, ist gerichtlich abschließend noch nicht entschieden. Momentan hat das Kölner Verwaltungsgericht es im Juli 2014 erlaubt. Gegen dieses Urteil hat allerdings das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Berufung eingelegt. Über diese Berufung wurde bisher noch nicht entschieden.

Weltweit und auch in Deutschland gibt es viele Bestrebungen, das Hanfverbot wieder vollständig aufzuheben, aber es wird noch ein langer Weg sein, bis sich hier etwas tut.

Jedoch kannst du einige sehr gesunde Erzeugnisse der Wunderpflanze Hanf immer noch problemlos konsumieren. Zum Beispiel erstklassiges BIO Hanföl, welches hochwertige essentielle Fettsäuren liefert und darüber hinaus, viele weitere gesunde Inhaltsstoffe beinhaltet.