Herstellung von kaltgepresstem Hanföl

Hanföl erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Feinschmeckern und Menschen mit besonderem Anspruch. Der fein-nussige Geschmack rundet nicht nur viele Gerichte schmackhaft ab, sondern der menschliche Organismus profitiert auch von den vielfältigen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen dieses besonderen Speiseöls.

Herstellung von kaltgepresstem Hanföl

Wichtig ist auf die Bezeichnung „BIO“ zu achten, denn diese steht meistens als Qualitätsmerkmal für unraffiniertes und somit für ein hochwertiges Hanföl aus kontrolliert biologischen Aufbau“.

Hanföl: Vom Samen zum Anbau bis zur Herstellung

Der möglichst naturbelassene Anbau und die schonende Verarbeitung der Samen sind für ein auserlesenes Hanföl elementar. Wirklich hochwertiges Hanföl wird nur aus den reifen Samen der Hanfpflanze (Cannabis sativa) gewonnen. Der agrarwirtschaftliche Anbau findet weltweit statt. Die Hanfpflanzen sind gut an das mitteleuropäische Klima gewöhnt. Sie sind „anspruchslos“ und benötigen keine oder nur zurückhaltende, organische Düngung. Mit speziellen Mähmaschinen werden die mannshohen Pflanzen Ende September geerntet. Die begehrten Samen sitzen in einer dicken, ledrigen Schale gut verpackt und ganz eng an den charakteristischen Blättern des Gewächs.

Nach der Ernte werden die Samen vom Blattwerk getrennt und umgehend weiterverarbeitet. Um den maximalen Nährstoffgehalt zu bewahren werden die Hanfnüsse in einer darauf spezialisierten Ölmühle unter Ausschluss von Sauerstoff und Licht schonend vermahlen. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die Temperatur nur bei 40 bis maximal 60 Grad Celsius liegen darf. Diese sogenannte Kaltpressung garantiert den vollen Schutz der Nährstoffe im gewonnen Öl.

Nach der Pressung wird Hanföl manuell filtriert und umgehend in meist lichtundurchlässige Glasflaschen abgefüllt. Der Ölertrag der Hanfsamen ist mit ca. 35% eher gering, dafür aber umso wertvoller. Hanföl enthält, da es aus den kleinen Kernen der Pflanze besteht, keinerlei berauschende Inhaltsstoffe oder psychoaktive Substanzen. Hochwertiges Hanföl für die Küche oder Körperpflege hat nichts zu tun mit dem ätherischen Hanföl, welches aus der Destillation von Blättern und Blüten gewonnen wird.

Hanföl von Kennern hoch geschätzt

Ausgezeichnetes Hanfsamenöl erkennt man unter anderem an seiner dunkelgrünen Farbe, welches auf den hohen Clorophyll-Anteil zurückzuführen ist. Hanföl ist außerdem reich an Antioxidantien, Vitaminen und perfekt aufeinander abgestimmten, ungesättigten Fettsäuren. Das macht es zu einem ernährungsphysiologisch wertvollen Speiseöl in der Küche. Es bietet sich vor allem für Rohkostgerichte, kalte Aufstriche und Salate an. Um die Inhaltsstoffe zu bewahren sollte jedoch eine Erwärmung des Öles in jedem Fall vermieden werden.

Viele Menschen schätzen auch die hautpflegenden Eigenschaften. Bei gestresster, zu Neurodermitis oder anderen entzündlichen Erkrankungen neigender Haut, lindert kaltgepresstes Hanföl zuverlässig die Beschwerden.