Hanföl gegen Bluthochdruck

Können die essentiellen Fettsäuren im Hanföl Bluthochdruck senken?

Erst in den letzten Jahren wurde durch wissenschaftliche Studien mehr und mehr klar, wie wichtig es für die Gesundheit ist, dass der Mensch bei seiner Ernährung die essentiellen Fettsäuren Omega-6 und Omega-3 im optimalen Verhältnis von 3 zu 1 zu sich nimmt.

Die Omega-6-Fettsäuren sorgen für die Bildung der Arachidonsäure, die ein Ausgangsstoff für alle entzündlichen Prozesse im Körper ist. Die Aufnahme von zu vielen Omega-6-Fettsäuren ist also nicht gut. Wird über eine optimierte Ernährung jedoch auch genug Omega-3-Fettsäure aufgenommen, geschieht es nicht, dass es zu viel wird. Denn diese Fettsäure wirkt regulierend auf das Immunsystem.

Im Hanföl liegt das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren in genau der richtigen Zusammensetzung vor, nämlich 3 zu 1. Ein Grund wieso Hanföl so gesund ist.

Zum Vergleich: Sonnenblumenöl enthält 128 mal mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3.

Aber nun zum Bluthochdruck und was darunter zu verstehen ist.

Was ist Bluthochdruck?

Die arterielle Hypertonie, die im alltäglichen Sprachgebrauch normalerweise als Bluthochdruck bezeichnet wird, zeigt sich durch einen chronisch erhöhten Blutdruck im arteriellen Gefäßsystem. Bei diesem Krankheitsbild steigt der systolische Blutdruck auf mehr als 140 mmHg an und der diastolische Blutdruck auf mehr als 90 mmHg, und zwar dauerhaft und nicht nur vorübergehend wie beispielsweise bei Anstrengung, Aufregung oder einer momentanen Erkrankung möglich.

Hanföl gegen Bluthochdruck

Die Ursachen von Bluthochdruck

Es ist bis heute noch lange nicht abschließend geklärt, wodurch Bluthochdruck entsteht. Viele Fragen sind nach wie vor offen und werden zur Zeit noch wissenschaftlich untersucht. Dennoch sind viele Faktoren, die dazu beitragen, dass es zu Bluthochdruck kommt, auch bereits erforscht. Dazu gehören das Rauchen, ein Mangel an Bewegung, aber auch eine ungesunde Ernährung, die die Entstehung des metabolischen Syndroms und schließlich sogar die Insulinresistenz fördert. Und um eine gesunde Ernährung zur Verhinderung von Bluthochdruck soll es in diesem Beitrag gehen.

Eine ausgewogene Ernährung hilft, Bluthochdruck zu verhindern

Unter einer ausgewogenen Ernährung versteht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (dge) eine gesunde Mischkost, die nicht zu viel Fleisch und tierische Fette, aber auch nicht zu viele Pflanzenfette mit einem zu hohen Omega-6-Fettsäure-Anteil enthalten sollte. Viel Obst und Gemüse, nämlich 5 x täglich Obst, Salate und Gemüse, gehören genauso dazu wie die Bevorzugung von Vollkorngetreide bei Brot und Müsli. Wer gern Fisch isst, sollte das ungefähr 2 x in der Woche tun. Besonders Menschen, die Fisch nicht so gern essen, können den so entstehenden Mangel an Omega-3-Fettsäuren auch durch gesunde Pflanzenöle decken, wozu auch das Hanföl gehört.

Die essentiellen Fettsäuren Omega-6 und Omega-3 kann der Körper nämlich nicht selbst bilden. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, und das idealerweise im Verhältnis 3 zu 1. Denn nur so können sie das Immunsystem auf optimale Weise regulieren und auch zum Aufbau der Zellen beitragen. Besonders Speiseöle, die kaltgepresst sind, leisten einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung. Denn durch Hitze werden die wichtigen essentiellen Fettsäuren zerstört und der Körper kann sie nicht mehr für die lebenswichtige Prostaglandinsynthese nutzen.

Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, tut automatisch etwas gegen die Entstehung von zu hohem Blutdruck oder trägt mit dazu bei, einen bereits zu hohen Blutdruck wieder zu senken.

Welche Rolle kann Hanföl für einen gesunden Blutdruck spielen?

Durch das optimale Verhältnis der essentiellen Fettsäuren von 3 (Omega-6-Fettsäuren) zu 1 (Omega-3-Fettsäuren) bietet sich Hanföl in der Küche dazu an, es regelmäßig zum Marinieren von Speisen, zum Anrichten von Salaten oder als Beigabe im Gemüse zu verwenden (wichtig ist hier, das kalt gepresste Öl immer erst kurz vor Ende des Garvorgangs ins Gemüse zu geben, damit die wichtigen Fettsäuren nicht durch Hitze zerstört werden).

Eine gesunde Ernährung mit Hanföl beugt der Entstehung des metabolischen Syndroms, der Insulinresistenz, Arterienverkalkung und allen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, und damit auch einem zu hohen Blutdruck.

Es kann auch helfen, einen bereits bestehenden Bluthochdruck wieder zu senken, natürlich optimalerweise dann, wenn auch alle weiteren Maßnahmen wie genug Bewegung und die Vermeidung von zu viel negativem Stress mit zum Lebensstil gehören.

Noch einmal genauer zu den gesunden Inhaltsstoffen von Hanföl

Die im Hanföl enthaltene Omega-3-Fettsäure nennt sich Stearidonsäure. Studien haben gezeigt, dass diese Omega-3-Fettsäure noch effektiver als die Linolensäure Überreaktionen des Immunsystems entgegenwirkt. Des weiteren ist der optimale, nämlich nicht zu hohe Gehalt am Gamma-Linolensäure zu nennen, der im Hanföl enthaltenen Omega-6-Fettsäure. Denn diese ist im Prinzip ja auch lebenswichtig, wenn sie nicht zu viel wird. Das ist beim Hanföl aber nicht der Fall.

Zusätzlich liefert Hanföl noch viele weitere gesunde Inhaltsstoffe wie Beta-Carotin, Vitamin E, B1 und B2, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor und Natrium.

Wie aus diesen Erläuterungen leicht zu erkennen ist, kann Hanföl helfen, den Stoffwechsel des Menschen so intakt zu halten, dass sich das unter anderem auch positiv auf die Optimierung des Blutdrucks auswirken kann.